Fehlgeburt: ein Albtraum für werdende Eltern. Aber wie hoch ist das Risiko einer Fehlgeburt überhaupt? Welche Anzeichen und Symptome sprechen für eine Fehlgeburt? Hier erfährst Du alles Wichtige.

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Inhalt:
Was ist eine Fehlgeburt überhaupt?Wie groß ist das Fehlgeburtsrisiko?Welche Anzeichen deuten auf eine drohende Fehlgeburt hin?Wann ist das Risiko am größten?Wie kann es zu einer Fehlgeburt kommen?Paulo Silber In Paulo Fanello Halskette Fanello Halskette hrBQdsCxtLässt sich ein drohender Abort noch aufhalten?Was kann man tun, wenn die Frau bereits mehrere Fehlgeburten erlitten hat?Wann kann eine Frau nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?

Es ist die wohl schlimmste Vorstellung aller werdenden Eltern: Die Frau erleidet eine Fehlgeburt und verliert ihr Kind. Niemand möchte sich gerne solche Horrorszenarien ausmalen – trotzdem ist die Gefahr real, denn Fehlgeburten kommen besonders in den frühen Schwangerschaftswochen leider recht häufig vor. In vielen Fällen merken betroffene Frauen nicht einmal, dass sie eine Fehlgeburt erlitten haben, weil sie die eintretende Blutung für ihre Periode halten. Doch wenn der Schwangerschaftstest erst einmal positiv war, ist eine Fehlgeburt für Mutter und auch den Vater sehr belastend. Trost gibt es kaum, das Sprechen über das Erlebte fällt schwer, besonders, wenn der Kinderwunsch schon länger bestand. Betroffene Väter und Mütter fragen sich: Was ist da passiert? Hätte die Fehlgeburt verhindert werden können? Und wer hilft mir jetzt bei meiner Trauer? Wir beantworten euch hier die wichtigsten Fragen.

Was ist eine Fehlgeburt überhaupt?

Eine Fehlgeburt, auch (spontaner) Abort (lat. abortus) genannt, bedeutet, dass eine Schwangerschaft vorzeitig endet und der Embryo bzw. der Fetus zu dieser Zeit weniger als 500 Gramm wiegt. Ärzte unterscheiden zwischen einem Frühabort (bis zur 12. SSW) und einem Spätabort (etwa bis zur 22. SSW). In Deutschland unterliegen Fehlgeburten nicht der standesamtlichen Meldepflicht. Seit 2013 können Eltern ihre Kinder allerdings beim jeweiligen Standesamt registrieren lassen und ihnen offiziell einen Namen geben. Mit entsprechenden Bescheinigungen der Kliniken ist dies auch rückwirkend möglich.

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Wie groß ist das Fehlgeburtsrisiko?

Die meisten Fehlgeburten bleiben unbemerkt: Etwa die Hälfte der befruchteten Eizellen werden bereits vor ihrer Einnistung in der Gebärmutter abgestoßen. Nur wenn die anfängliche Zellteilung klappt, wächst der Keim weiter. Danach beträgt das Fehlgeburtsrisiko 20 Prozent. Eine Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft ist medizinisch nichts Außergewöhnliches.
Für die betroffenen Eltern ist es dennoch ein trauriges Erlebnis, das verarbeitet werden muss. Und: Gerade Paare, die sich sehnlichst ein Kind wünschen und voller Freude direkt am ersten Tag, an dem die Periode ausbleibt, einen Schwangerschaftstest durchführen (oder gar noch früher einen Bluttest machen lassen), erleben eine einsetzende Periode als Fehlgeburt - weil sie bereits einen positiven Test in der Hand hatten.

Welche Anzeichen deuten auf eine drohende Fehlgeburt hin?

  • Eine Blutung ist immer ein Warnsignal. Natürlich folgt längst nicht auf jede Blutung eine Fehlgeburt. Eine Schmierblutung kann gerade in der Frühschwangerschaft oft auftauchen. Aber wenn die Blutung stärker wird oder du dir unsicher bist, solltest du auf jeden Fall gleich zum Frauenarzt gehen.
  • Seltener sind auch Schmerzen im Unterbauch ein Zeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Wobei Schwangere gerade anfangs häufig Schmerzen haben, die denen während der Periode ähneln.
  • Auch bei Fieber ist besondere Vorsicht angesagt, vor allem, wenn es keinen plausiblen Grund wie etwa eine Erkältung gibt.
  • Manche Frauen berichten daneben von einer Art Vorahnung – das Gefühl, nicht mehr schwanger zu sein. Nicht selten hat dieses Gefühl einen hormonellen Hintergrund: Bei einer verhaltenen Fehlgeburt, auch Missed Abortion genannt, stirbt das Ungeborene unbemerkt ab und wird vom Körper erst einmal nicht abgestoßen. Die Schwangerschaftshormone aber werden weniger.

In allen Fällen gilt: Geh gleich zum Arzt – lieber einmal zu viel als zu wenig! Stellt der Arzt bei der Untersuchung eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft fest, wird die Schwangerschaft in jedem Fall abgebrochen, denn diese sind für die Mutter lebensbedrohlich.

Wann ist das Risiko am größten?

Wenn etwas mit der Schwangerschaft nicht stimmt, wird der Arzt dies meist zwischen der achten und der zwölften Schwangerschaftswoche feststellen. "Wenn die Schwangerschaft in der zwölften Woche noch intakt ist, so der medizinische Ausdruck, dann kann man davon ausgehen, dass sie auch hält", sagt Dr. Reckel-Botzem.

Wie kann es zu einer Fehlgeburt kommen?

Leider lässt sich nicht in allen Fällen immer erklären, warum eine Schwangerschaft vorzeitig zu Ende geht. Zum einem gibt es genetische Auffälligkeiten. "Die Frauen und die Männer haben meist keine genetischen Krankheiten", stellt Dr. Ingeborg Reckel-Botzem, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hainburg und stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte, Landesverband Hessen, klar. "Aber die Natur macht Fehler." Zu den häufigsten Auslösern einer Fehlgeburt gehören daher:

  • Fehlbildungen oder Chromosomenanomalien
  • Fehlbildungen des Spermas
  • Fehlbildungen der Plazenta
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  • Einnistung eines nicht befruchteten Eis
  • Eine Blasenmole (früher auch umgangssprachlich etwas rauh als "Windei" bezeichnet): Das Ei wurde zwar befruchtet, doch es entwickelt sich kein Embryo
  • Angeborene Fehlentwicklungen der Gebärmutter
  • Myome oder Narben an der Gebärmutter
  • Eine Gebärmutterhalsschwäche (Cervix Insuffizienz)
  • Blutgruppenunverträglichkeit (beim zweiten Kind)
  • Hormonelle Störungen
  • Traumatische Erlebnisse wie ein Unfall oder ein Schock
  • Alkohol-, Drogen-, Zigarettenkonsum
  • Selten können auch pränatale Untersuchungen wie die Amniozentese oder die Chorionzotten-Biopsie eine Fehlgeburt auslösen.
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Lässt sich ein drohender Abort noch aufhalten?

Eine mögliche Fehlgeburt lässt sich dann aufhalten, wenn das Kind im Prinzip gesund ist – wenn ein Herz schlägt und die Entwicklung der Schwangerschaft im Ultraschall bis dahin normal aussieht. Eventuell reichen schon gewisse Verhaltensänderungen – oft genügt es, sich zu schonen. Auch Sportarten mit abrupten Bewegungsabläufen wie Tennis oder Basketball und auch Sex sind in diesem Fall vorerst tabu.
Hat die Frau bereits mehrere Früh- oder Fehlgeburten erlitten, kommt nach Ansicht einiger Ärzte eventuell auch eine Operation, der Totale Muttermundverschluss, infrage. Aber: "Wenn eine Fehlgeburt stattfinden soll, weil eine Schwangerschaft nicht intakt ist, beispielsweise aufgrund von genetischen Auffälligkeiten, dann kann man sie nicht aufhalten", stellt Frauenärztin Dr. Reckel-Botzem klar.

Was passiert, wenn es tatsächlich zu einer Fehlgeburt kommt?

Die Medizin unterscheidet verschiedene Formen der Fehlgeburt. Bei der so genannten kompletten Fehlgeburt wird die Leibesfrucht komplett ausgestoßen. Allerdings geschieht dies nur bei ganz frühen Schwangerschaften. Für die Schwangere stellt sich das Geschehen als starke Blutung dar. Der Arzt wird zusätzlich den Verlauf des hCG-Werts und die Ansicht der Gebärmutterhöhle kontrollieren. Nur wenn der Beta-hCG-Wert dann immer noch bestehen bleibt, muss eine Ausschabung (Kürettage) durchgeführt werden.
Ist die Frau bereits in der achten bis zwölften Schwangerschaftswoche, bleiben häufig Reste der Plazenta zurück. Da sie einer erneuten Schwangerschaft entgegenstehen, wird in diesem Fall eine Ausschabung durchgeführt. Der Eingriff geschieht unter Vollnarkose, Komplikationen sind sehr selten.
Manchmal kommt es auch vor, dass sich der Keim nicht mehr weiterentwickelt, aber in der Gebärmutter verbleibt. Dieser medizinisch "missed abortion" genannte Fall wird meist erst bei den Vorsorgeuntersuchungen entdeckt: Der Zervixkanal ist zwar noch geschlossen, doch die Gebärmutter ist nicht mehr gewachsen und es sind keine Herztöne des Kindes mehr zu hören. Oftmals bemerken die Frauen aber bereits vorher, dass etwas nicht stimmt – etwa, wenn die üblichen Schwangerschaftsanzeichen wie Brustspannen oder Übelkeit unerwartet weniger werden oder ganz aufhören.

Was kann man tun, wenn die Frau bereits mehrere Fehlgeburten erlitten hat?

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Hat eine Frau bereits drei Mal ein Kind verloren, sprechen Ärzte von einem habituellen Abort. In diesem Fall sollten sich beide Partner, der Mann und die Frau, ausführlich untersuchen lassen. So kann vielleicht geklärt werden, ob es beispielsweise genetische oder immunologische Ursachen dafür gibt, dass die Schwangerschaften nicht halten. Zusätzlich wird der Arzt einen vaginalen Ultraschall durchführen und eventuell die Gebärmutter mit einer Spiegelung von innen ansehen, um mögliche organische Fehlbildungen auszuschließen. Mit in Betracht bezogen werden bei der Suche nach den Ursachen auch mögliche Stoffwechselerkrankungen sowie psychische und physische Stressfaktoren. Und natürlich wird auch der Hormonhaushalt der Frau – vor allem während der zweiten Zyklushälfte – überprüft.

Dazu drei Fragen an Professor Volker Ragosch, Chefarzt der Frauenklinik an der Asklepios Klinik Hamburg-Altona und Buchautor (Zebothsen/ Ragosch, "Sternenkinder", Südwest, 17,95 Euro).

Viele Frauen haben Schuldgefühle, wenn sie ein Kind verlieren - dabei stecken dahinter meist medizinische Gründe, die sie gar nicht beeinflussen können ...
Ja, zum Beispiel chromosomale Störungen beim Kind, etwa das Down-Syndrom. Aber auch Infektionen, Entzündungen, ärztliche Eingriffe wie eine Fruchtwasseruntersuchung oder erbliche Stoffwechselstörungen der Mutter können Auslöser sein.

Nach drei aufeinanderfolgenden Fehlgeburten spricht man von einem habituellen Abort, bei dem nun das Risiko für eine Wiederholung stark ansteigt. Was raten Sie Paaren, denen dies passiert?
Sie sollten den Abort chromosomal untersuchen lassen. Und ebenfalls sich als Paar, denn auch Genmutationen bei den Eltern können zu häufigen Fehlgeburten führen. Hier hilft oft die Kinderwunschmedizin.

Brauchen Paare nicht auch Hilfe, um die Fehlgeburt seelisch zu verarbeiten?
Das ist typabhängig. Manche gehen nach einer Fehlgeburt zur Tagesordnung über. Andere vergessen sie nie. Für viele ist es auch ein Unterschied, ob sie in der achten oder 20. Woche ein Kind verlieren. Sobald das Baby eine bestimmte Größe hat, sollten Eltern aber Abschied nehmen können, das heißt ihr Kind sehen und anfassen dürfen. Manche wünschen sich auch eine anonyme Bestattung. Für sie ist es tröstlich, dass es einen Ort gibt, an dem sie trauern können. Auch gibt es Selbsthilfegruppen und Trauerseminare für die Betroffenen.

Wann spricht man nicht von einer Fehlgeburt, sondern von einer Totgeburt?

Die Unterscheidung zwischen Fehl- und Totgeburt ist im Grunde reine Definitionssache: Als Totgeburt gelten Kinder mit einem Geburtsgewicht von mehr als 500 Gramm. Meist ist dies ab der 23. Schwangerschaftswoche der Fall. Von Fehlgeburten spricht man, wenn sie weniger als 500 Gramm wiegen. Allerdings werden auch Kinder, die während der Geburt sterben, als Totgeburt bezeichnet. Auch hier gibt es wieder mehrere mögliche Ursachen:

  • Das Kind hat nicht genug Sauerstoff bekommen (entweder durch eine Nabelschnurverschlingung beziehungsweise -verknotung oder eine vorzeitige Plazentaablösung).Pullover In Yong Rosé De Jacqueline hdrxCtsQ
  • Das Kind wies zu schwere Fehlbildungen auf.
  • Manche Infektionen der Mutter können für das Ungeborene tödlich sein.
  • Bestimmte mütterliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder eine Blutgruppenunverträglichkeit beim zweiten Kind können auch zu einem späteren Zeitpunkt der Schwangerschaft eine Abstoßungsreaktion hervorrufen.
  • Mehrlingsschwangerschaften haben generell ein erhöhtes Risiko, dass mindestens eines der Kinder nicht überlebt.
  • Der Konsum von Alkohol und Nikotin während der Schwangerschaft kann das Kind so sehr schädigen, dass es nicht lebensfähig ist.

Mögliche Anzeichen sind dauerhaft ausbleibende Kindsbewegungen. Klarheit bringt dann eine Herzton-Wehen-Aufzeichnung (CTG). Deshalb gilt auch hier: Wenn du beunruhigt bist, such gleich deinen Arzt auf!

Ist es wirklich nötig, das tote Kind wie bei einer normalen Geburt zur Welt zu bringen?

Klingt grausam: Im Wissen um den Tod ihres Kindes muss die Frau es trotzdem gebären. Wäre da nicht ein Kaiserschnitt unter Narkose schonender? "Nein", sagt Dr. Reckel-Botzem. "Die Frau sollte wegen einer Totgeburt nicht mit einer schweren Bauchoperation in Gefahr gebracht werden. Außerdem würden die Narben sie noch stärker an diese Totgeburt erinnern." In der Tat berichten manche Frauen auch, dass die Geburt ihnen sogar geholfen hätte, das schreckliche Ereignis besser zu verarbeiten.

Wann kann eine Frau nach einer Fehlgeburt wieder schwanger werden?

Wenn du dich bereit dazu fühlst. Zwar bekommen Paare in vielen Krankenhäusern noch immer den Rat, erst einmal drei Monate zu warten. Denn viele Ärzte fürchten, dass das Risiko einer erneuten Fehlgeburt sonst zu hoch wäre. Doch diese Angst ist unbegründet, wie eine Studie der Universität Zürich ergab. "Das beste Zeichen dafür, dass der Organismus bereit ist, wieder eine Schwangerschaft auszutragen, ist eine erneute Empfängnis", ist sich auch der ehemalige Oberarzt der Frauenklinik der TU München, Dr. Martin Kolben, sicher. Trotzdem kann es sinnvoll sein zu warten: Schließlich braucht auch die Seele Zeit, den Verlust zu verarbeiten.

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Wo finde ich weitere Informationen zum Thema "Fehlgeburt"?

Weitere Informationen zum Thema "Fehlgeburt" findest du hier:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Und hier könnt ihr euch mit anderen Eltern austauschen, die einen ähnlichen Schicksalsschlag verarbeiten mussten:

  • Das Fehlgeburts-Forum auf Eltern.de
  • www.schmetterlingskinder.dePaulo Silber In Paulo Fanello Halskette Fanello Halskette hrBQdsCxt
  • www.initiative-regenbogen.de

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